Pirelli P7

In die Zeit des Countach fallen bedeutende Entwicklungen der Reifentechnik. Tatsächlich waren die üblichen, aber veralteten Diagonalreifen noch bis in die 80er-Jahre im Einsatz, wurden jedoch von den Radialreifen („Gürtelreifen“) nach und nach abgelöst. Die Gürtelreifen gab es jedoch schon seit 1948, Michelin entwickelte sie unter dem Begriff X-Technik. Ursprünglich sollte die neue Technik nur der verbesserten Haltbarkeit dienen. Bei Radialreifen werden die einzelnen Funktionen – wie Komfort oder Haltbarkeit – Im Unterbau, der Karkasse, festgelegt. Darüber kommen stabilisierende Gürtellagen unter der eigentlichen Lauffläche.

1974 brauchte die italienische Firma Pirelli den „breiten Radialreifen“ auf den Markt. Den Anstoß dazu gab Lancia, die Firma brauchte diesen dringend für den damals neuen Stratos in seiner Rennversion. Die erhältlichen, schmalen Radialreifen waren der Motorkraft der Stratos-Sportversionen nicht gewachsen und lieferten zu wenig Grip. Herkömmliche Reifen zerstörte der Stratos im Einsatz auf  weniger als zehn Kilometer. Pirelli brachte daraufhin den P7 mit einer niedrigen Seitenhöhe, aber der Unterkonstruktion eines Radialreifens. Das erste Serienauto mit den neuen Reifen war Porsches 930 turbo.

Die Weiterentwicklung des P7 war der Pirelli P Zero. Er kam auf dem letzten Countach-Modell, dem Anniversary, zum Einsatz.