Gitterrohrrahmen

Quelle: John Chapman / wikipedia

Der Maserati Birdcage. Deutlich ist unter der Karosserie der Rohrrahmen zu erkennen.

„Raumfachwerk“ nennt der Fachmann die Konstruktion eines Gitterrahmens. „Gitterrohrrahmen“ nennt man die Konstruktion, wenn die verwendeten Streben des Rahmens rohrförmig, im Querschnitt also rund sind. Die Rahmenfachwerke wurden seit Anfang des 20 Jahrhunderts eingesetzt, zuerst bei Flugzeugen. Mit dieser Konstruktion erreicht man bei geringem Gewicht eine sehr hohe Stabilität des Rückgrats, die Karosserie selbst hat keine tragende Funktion. Durch die aufwendige Produktion ist ein Rahmenfachwerk nicht für Großserienautos geeignet. Größere Serien gab es bislang nur bei Motorrädern, zum Beispiel bei KTM oder Ducati. Bekannte automobile Vertreter dieser Konstruktionsart sind der Lotus Seven, der Mercedes 300 SL („Flügeltürer“) und eben der Countach. Ein Auto trägt diese Bauweise sogar als Spitznamen: der von 1959 bis 1961 produzierte Rennwagen Maserati Tipo 61, genannt „Birdcage“ (Vogelkäfig). Sein von Giulio Alfieri konstruierter Rahmen bestand aus 200 Rohrstücken und wog nur 30 Kilogramm.