Dreimal 400 S

Trotz ihrer vergleichsweise kurzen Bauzeit (Vorstellung im März 1978 in Genf; Nachfolger 500 S ebenfalls März 1982 in Genf) sowie der geringen Stückzahl (238 Stück) ist es eigentlich nicht korrekt, alle 400 S-Modelle über einen Kamm zu scheren. Tatsächlich unterlag gerade diese Baureihe so starken Modifikationen, dass Experten hier drei Serien ausmachen. Im Folgenden werden sie als S1 bis S3 bezeichnet, dies ist jedoch keine offizielle Einteilung.

Die am leichtesten zu erkennenden Unterschiede liegen hierbei in der Optik. Auffälligste Merkmale sind die Felgen sowie die Höhe. Mit der dritten Serie (S3) änderte Lamborghini die Verbindung zwischen Karosserie und Radaufhängung. Das Resultat: Die S3 liegen höher und überschreiten erstmals die in der offiziellen Literatur als einheitlich genannten 107 cm Höhe.

Die Änderungen im Überblick:

  • S1: etwa 50 Exemplare, Motor generell mit 45mm Weber Vergasern, Bravo Felgen, "lowbody" (liegt flach auf der Staße), erste 27 Stück mit LP 400-Armaturenbrett (kein Lederbezug, Stewart Warner Instrumente). Danach wahrscheinlich generell Lederbezug des Armaturenbretts und erstmals Jaeger Instrumente. Die ersten 27 Exemplare sind technisch und im Innenraum noch nahe am Urmodell LP 400 und genießen bei Fans deshalb einen besonders hohen Status.
  • S2: etwa 105 Exemplare, geänderte Felgen (Hersteller: Campagnolo), teils wahrscheinlich 45mm Weber-Vergaser, aber generell 40mm, Lederarmaturenbrett, Jaeger Instrumente, Karosserie noch "lowbody".
  • S3: etwa 87 Exemplare, höher angesetzte Karosserie (daher höher als 107 cm und wahrscheinlich identische Höhe wie 5000 S und QV), Jaeger Instrumente, Leder-Armaturenbrett, Felge ähnlich wie S2 aber wahrscheinlich generell von OZ statt Campagnolo gefertigt.

(CZ)